Marble Surface
Wir helfen!

12.09.2021: Wir haben den Spitz-Ahorn-Baum vor unserer Tür adoptiert

... Ich bin der Baum vor deinem Haus, weit streck ich meine Zweige aus, ich seh‘ dich morgens früh aufstehn und abends in die Federn gehn .... Ein Kinderlied vom Baum vor meinem Haus aus der Worpsweder Musikwerkstatt. 

In einer Ausgabe der Grünen Liga Berlin e.V., in der Alpakita mit einer kleine Anzeige wirbt, hatte ich über die Aktion Gieß den Kiez gelesen. Berlins Stadtbäume leiden unter der Trockenheit und freuen sich über Gießunterstützung aus der netten Nachbarschaft. Auf der dafür bereitgestellten digitalen Plattform "Gieß dein Kiez" haben wir den Baum vor unseren "Alpakita-Laden" gefunden. Nach ein paar Klicks war der Baum adoptiert. 

Gerne möchten wir die kleine Baumscheibe etwas bunter und für Bienen attraktiver gestalten. Dafür musste eine Genehmigung vom Berliner Straßen- und Grünflächenamt eingeholt werden. Es gibt auch eine Menge Regeln für die Pflege der Baumscheibe zu berücksichtigen. Zum Beispiel ist das Errichten einer Einfassung nicht erlaubt und es dürfen nur krautige Pflanzen (einjährige oder mehrjährige Stauden) verwendet werden. 

Wir werden versuchen eine Webseite für die Geschichte unseres Adoptiv-Baumes vor unserem Alpakita-Laden zu erstellen. Ein paar Tipps zum Begrünen haben wir auch schon gefunden.

Alpakitas Baum im September 2021.jpg

Sept. 2021

Unser Baum im November 2021.jpg

Nov. 2021

01.01.2021: Sauerstoff für Caraz

Sauerstoff für Caraz

Als im März die Pandemie begann, starteten wir die Kampagne Oxigeno & Vida, um Caraz mit Sauerstoff zu versorgen. Im Juni wurde Peru vom Corona-Virus schwer getroffen und war zwischenzeitlich das Land mit der höchsten Sterberate pro 100.000 Einwohner weltweit. Die Korruption, die schon seit Jahrzehnten an Perus Wirtschaft nagt, hat auch das Gesundheitssystem stark belastet. Die Krankenhäuser haben kaum passende Ausstattungen, geschweige denn gibt es ausreichend einsatzbereite Intensivstationen, um die an Covid-19 erkrankten Menschen zu behandeln. In den Medien war zu sehen wie Menschen mit eigenen Sauerstoffflaschen, vor den Krankenhäusern in langen Schlange warteten. Sie warteten meist im Rollstuhl mit ihren Familienangehörigen und hofften noch einen der wenigen Plätze auf der Krankenstation zu bekommen. Die lebensrettenden Flaschen mussten Sie auf dem freien Markt erwerben, da viele Krankenhäuser große Lieferprobleme hatten. Ich konnte nur zuschauen und hatte große Angst um meine Familie und Freunde in Peru. Es ging mir nur eine Frage durch den Kopf Wie kann man helfen, das Leid zu lindern und die hohe Sterblichkeit der Krankheit zu stoppen. 

Ärzte und Techniker bei der Planung
Caraz im Ausnahmezustand
Sauerstoffflaschen
Wichtiges Equipment zum Schutz vor Corona

Mein Bruder Danny Pajuelo kam die Idee, eine Initiative ins Leben zu rufen, um Sauerstoff für Caraz bereitzustellen. Oxigeno & Vida war geboren.

 

​Meine Heimat Caraz ist eine kleine Stadt mit ca. 15.000 Einwohner mit einem Krankenhaus, 6 Allgemeinärzten, 12 Krankenschwester aber ohne Intensivstation für Covid-19 Patienten.

Meine Heimat Caraz ist eine kleine Stadt mit ca. 15.000 Einwohner mit einem Krankenhaus, 6 Allgemeinärzten, 12 Krankenschwester aber ohne Intensivstation für Covid-19 Patienten.

Die Ausgangssituation sah erschreckend aus. Von 8 Sauerstoffflaschen waren nur 4 Betriebsbereit und nur wenige Sauerstoffmasken. Patienten mussten sich Masken teilen, um weiter mit dem lebenswichtigen Sauerstoff versorgt zu werden. Wem das Risiko bei Infektion zu groß war, stieg ins Auto und suchte ein besser ausgerüstetes Krankenhaus. Doch auch dieser Weg konnte tödlich enden, da man 1000 Höhenmeter aufsteigen musste. Ein Weg bei dem selbst der Sauerstoff in der Luft immer knapper wird.
Wir mussten was ändern und haben uns das Ziel gesetzt, Sauerstoff für alle Bewohner in Caraz erreichbar zu machen. Über die sozialen Netzwerk verteilten wir einen Aufruf und fanden Hilfe. Ärzte und Techniker, die einst in meiner keinen Stadt studierten, halfen mit. Nach Recherchen und einer Teamentscheidung, haben wir uns das Ziel gestzt, für den Kauf von Sauerstoffkonzentratoren 90.000 Peruanische Soles (28,000 Euro) zu sammeln. Diese Maschinen ermöglichen eine Behandlung ohne neue Sauerstoffleitungen im Krankenhaus zu legen. Wir wollten das die Geräte so schnell wie möglich einsetzbar sind. 

Montagearbeiten für die Sauerstoffversorgung
Installation von Sauerstoffleitungen im Krankenhaus

Doch als wir die Sauerstoffkonzentratoren in Peru bestellen wollten, waren diese ausverkauft. Wir machten uns auf die Suche in den Vereinigten Staaten und in ganz Europa. Als wir jedoch herausfanden, dass die Sauerstoffkonzentratoren nur bis zu 1.300 Meter über dem Meeresspiegel ordnungsgemäß funktionieren, mussten wir die Idee verwerfen, da Caraz auf 2.256m liegt. Gut das wir den Notfallplan B für Isotanks hatten, die jedoch auch ausverkauft und wenn verfügbar maßlos überteuert waren.

 

Nach abwägen von Alternativen entschieden wir uns für eine moderne Sauerstoffversorgung mit Thermen der deutsch-amerikanischen Firma Praxair-Linde. In den Thermen befindet sich flüssiger Sauerstoff, der bei -180 Grad gelagert wird. Extra dafür mussten also Sauerstoffleitungen installiert werden, die die 33 Corona-Betten mit lebenswichtigem Sauerstoff versorgen sollten. Die Arbeit sollte uns 270.000 Soles (77.000 €) kosten. Weit mehr als das geplante Budget. Wir bemühten uns um Spenden lokaler Bergbauunternehmen, jedoch ohne Erfolg. Wir erhielten ein Versprechen vom Bürgermeister, das auch er leider nicht eingehalten hat. Unseren Politikern war es wichtiger Straßen zu modernisieren und eine Sportanlage zu erneuern. Lässt sich damit doch mehr Geld verdienen.

Sauertroff in Sicherheit

Daher war die Einbeziehung einer hohen Anzahl von Mithelfern unabdingbar. Wir haben Fachleute aus Caraz eingeladen, um mit uns zu arbeiten. Schnell haben wir 30 Mitkämpfer für unsere Kampagne gewinnen können. Mein Bruder und ich waren also nicht mehr allein. Diese großartigen Menschen haben uns den Rücken gestärkt und uns Kraft gegeben, um diese schwierige Situation nun gemeinsam zu meistern. Von allen Seiten kam jetzt Unterstützung. 

Ehemalige Schulfreunde, verteilt in Allerwelt, haben uns ihre Unterstützung angeboten. Auch aus anderen Schulen, Kirchengemeinden, Fisch- und Tante Emma Läden und auch einzelne Familien fingen an für Oxigeno & Vida Geld zu sammeln.

Jugendliche veranstalteten virtuelle Feste, Bingos und Tombolas, um damit immer mehr Leute dazu zu bewegen Geld zu spenden. Wir erreichten sogar berühmte Sänger und Künstler des Landes. Viele Caracinos aus der ganzen Welt meldeten sich. Wir bekamen Spenden aus Peru, Spanien, Italien, Schweiz, der Niederlande, Canada, den USA und Deutschland. Auch meine Freunde und Alpakita-Freunde in Berlin machten sich stark für diese Kampagne. Ich möchte mich bei allen bedanken, denn auf die eine oder andere Weise haben alle dazu beigetragen, dass der Traum in Erfüllung ging. Ihr habt an uns geglaubt. Nur mit Eurer Liebe und Eurem Einsatz konnten wir das Projekt erfolgreich abschließen. Es gibt jetzt ausreichend MEDIZINISCHEN SAUERSTOFF IN UNSEREM KRANKENHAUS IN CARAZ. Danke. Gemeinsam haben wir das ambitionierte Ziel erreicht. Gemeinsam konnten wir 306.000 Soles (ca. 87.000 EURO) sammeln. Das ist unfassbar! Wir sind auch heute noch sprachlos.

Auch haben wir es den Politikern gezeigt, dass wir ohne Korruption wichtiges erreichen können. Vielleicht können wir ein Vorbild sein für eine Generation die fair und zuverlässig Menschen, nicht nur in dieser außergewöhnlichen Zeit, helfen. Nun kann Corona-Patienten geholfen werden. 

 

Ein Rückblick zu den Abschlussarbeiten.

  • Am 26. Juli 2020 übergaben wir dem Chefarzt den Inhalt von 15 Sauerstoffflaschen mit den entsprechenden Sauerstoffmasken, 5 Oximeter und 2 Thermometer.

  • Am 6. August 2020 hat die Firma Praxair Linde begonnen, die ersehnten 6 Thermen für 177 Kubikmetern Sauerstoff zu installiert und das Personal zu schulen. 

  • Am 11. September schlossen wir das hoch reine medizinische Sauerstoff für 33 Betten mit Durchflussmessern und Zubehör an das installierte Netzwerk an. 

  • Es wurden Vorrichtungen für die Thermen gebaut, damit sie vom Wind und Wetter geschützt sind.

  • Die Krankenzimmer und Räume wurden saniert in der die Leitungen eingebracht sind.

Sauerstoff für die Krankenbetten
Das Leitungssystem für die Sauerstoffversorgung der Covidpatienten
User Zeichen für Oxigeno Vida por nuestra Provincia
Patienten bei der Aufnahme
Das Ärzteteam

Alle haben hart gearbeitet, ohne persönliches, politisches oder wirtschaftliches Interesse. Mit Eurer Hilfe haben wir viele Menschenleben gerettet.

Wir haben viele Familienmitglieder und Freunde verloren und wir haben ein Beispiel von Einheit, Mut und Ehrlichkeit einer neuen Generation weitergegeben. Wir haben auch viele Freunde gewonnen, wie den Chefartz Dr. Yuri Carranza, der viel Einsatz im Krankenhaus von Caraz erbrachte. Er und alle anderen mithelfenden Ärzte in Caraz haben Engagement und Herzblut gezeigt.

Unser Dank geht an das Personal für Gesundheit, Sicherheit, Reinigung und andere, die in der ersten Reihe gegen die tödliche Pandemie standen. All das bleibt ab dem 6.Dezember in der Obhut und Verantwortung des Krankenhauses und des Gesundheitsministeriums der Region Ancash, um einen optimalen Betrieb und eine optimale Wartung aufrecht zu erhalten, damit Caraz mit Sauerstoff versorgt ist.

27.05.2020: Strickaufträge, um zu helfen

Strickfrauen Treffen in Caraz Peru 14.jp

Unser sozialer Kontakt hat sich auf E-Learning und Videokonferenzen reduziert und zum Einkauf im Laden begleitet uns der Mundschutz. An diesem Pfingstwochenende  werden die Grenzen für den Tourismus geöffnet und es wird sich zeigen, ob wir auf Verstand und Vernunft der heutigen Gesellschaft zählen können. Wie lange wird es wohl dauern, bis unser Bewusstsein, unsere Gefühle wieder frei von Corona sind? Wie geht es Ihnen? 

Wie geht es unsere Strickfrauen? Wie sieht es in Peru aus? Aktuell ist die Ausgangssperre um 4 Wochen, bis zum 30.Juni verlängert worden. Leider steigt die Zahl der Infizierten.  Viele Menschen haben Angst und müssen versuchen zu überleben. Es gibt keine finanzielle Unterstützung vom Staat, keine medizinische Versorgung wie hier.

Wir haben zu Jahresbeginn unsere Strickfrauen mit neue Modellen beauftragt. So konnten die Frauen zu Hause arbeiten. Leider wartet die Lieferung noch auf eine geeignete Maschine, welche die Ware nach Berlin bringt. 

Um unsere Strickfrauen in dieser Zeit finanziell zu unterstützen, haben wir weitere Modelle in Auftrag gegeben. Dafür ist Alpakawolle zu beschaffen und zu verteilen. Wir sind gerade dabei.

In unserem kleinen Laden in Berlin und auch im Online-Shop gibt es jetzt auf alles 20% Nachlass.

Mit dem Verkauf können wir die neue Ware finanzieren und Raum für die neue Lieferung schaffen.

 

12.09.2019: Armbänder, um sich eine Ausbildung zu finanzieren

Alpakita Lady Alvares 03.jpg

Lady Alvares, ist 17 Jahre alt und schon eine große Künstlerin. Sie hat die Schule erfolgreich abgeschlossen und sie möchte Krankenschwester werden. Lady weiß aber dass ihre Ausbildung sehr teuer sein wird. Sie arbeitet um Geld zu sparen. Neben Babysitting knüpft Lady Alvares wunderschöne Ketten und Armbänder. In unserem Laden in Berlin können Sie die bunten Armbänder erwerben.